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Qualität und sachgemäße Verarbeitung für die Ewigkeit

Grabsteine – Qualität hat ihren Preis

Die burgenländischen Steinmetze haben mit der Konkurrenz aus dem Ausland hart zu kämpfen. Was besonders aufregt: Von ausländischen Unternehmen aufgestellte Grabsteine und Denkmäler sind oftmals unsachgemäß verarbeitet und damit ein Sicherheitsrisiko für Friedhofsbesucher. Es kommt auch vor, dass kreative Entwürfe widerrechtlich kopiert werden.

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Ausländische Unternehmen werben im Burgenland mit Grabsteinen zu Dumpingpreisen. Die Steine sind allerdings halb so dick, wie es ein Grabstein sein sollte. Mängel gibt es oft auch bei der Verarbeitung, nicht nur bei Eis und Schnee ist das ein Sicherheitsrisiko für Friedhofsbesucher.  

„Dass Unternehmen aus dem Ausland hereinarbeiten, ist auch in anderen Branchen so“, erklärt Anton Hauser, der Innungsmeister der burgenländischen Steinmetze. „Es gibt ausländische Unternehmen, die sich an die österreichische Rechtslage halten. Leider gibt es aber auch eine nicht unbeachtliche Anzahl von ausländischen Unternehmen, bei denen nicht einmal eine Dienstleistungsanzeige erfolgt. Die Voraussetzungen für die Ausübung ihrer Tätigkeit in Österreich werden somit nicht nachgewiesen, dies geht zulasten eines fairen Wettbewerbs und kann Konsumenten vor ungewollte Folgen stellen“, stellt der Branchenvertreter fest. 

„Wir sehen es mit Sorge, dass in burgenländischen Friedhöfen mehr und mehr Erzeugnisse aus dem Ausland aufgestellt werden, die nicht den österreichischen Normen entsprechen. Viele denken auch nicht daran: Wenn eine Grabstätte vor einer Beerdigung geöffnet werden muss, so sind Schäden an Grabeinfassungen und -deckel ausländischer Lieferanten vorherzusehen, weil sie für nochmaliges Montieren viel zu dünn sind und dann kommen erst richtig hohe Kosten auf den Konsumenten zu. Hier wird am falschen Platz gespart“, so Hauser. „Unser Appell lautet: Qualitätskriterien, die aufgrund der statischen Bedingungen unbedingt einzuhalten sind, haben ihren gerechten Preis und der ist fair, auch im Burgenland.“

Beispiele dafür sind auf mehr und mehr burgenländischen Friedhöfen zu sehen. „Ein Grabsteinsockel, der in der Stärke aus zwei Reststücken vertikal verklebt wurde und dann noch zur Befestigung angebohrt wurde (Bild), stellt eine erhebliche Gefahr dar“, meint auch Steinmetzmeister KommR Hannes Bauer.  

Grabsteine sind für die Ewigkeit gedacht. Sie sind ein Andenken an die Verstorbenen. „Wir burgenländische Steinmetze haben einen guten Ruf zu verlieren“, so Innungsmeister Anton Hauser, „bei der Qualität dürfen und werden wir keine Abstriche machen. Die Steine und die einhergehende Verarbeitung müssen, egal wo sie eingesetzt werden, gewissen Qualitätskriterien entsprechen. Es bleibt auch die Frage: Wer haftet bei Schäden durch unsachgemäß aufgestellte Grabsteine?“ 

Ärgerlich ist auch: „Wir beobachten, dass ausländische Unternehmen mit Fotos von Grabsteinen werben, die ein burgenländischer Steinmetzbetrieb nach den Vorstellungen seiner Kunden hergestellt und ausgeführt hat“, ergänzt Hauser. Hier wird ganz klar das Urheberrecht verletzt, das darf nicht toleriert werden.

Insgesamt gibt es im Burgenland 37 Steinmetzbetriebe mit 178 Mitarbeitern. Zurzeit werden zwei Lehrlinge ausgebildet. „Je mehr ausländische Betriebe beauftragt werden, desto mehr Arbeitsplätze gehen in Österreich verloren. Auch Lehrlinge können dann nicht mehr ausgebildet werden“, so Hauser.


Anton Hauser, der Innungsmeister der burgenländischen Steinmetze
© WB Anton Hauser, der Innungsmeister der burgenländischen Steinmetze
 Geringe Stärke, unsachgemäßes Verfugen ausländischer Grabsteine
© WKB Geringe Stärke, unsachgemäßes Verfugen ausländischer Grabsteine

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