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Online-Handel steigt, stationärer Handel dominiert aber weiterhin

Für alle Handelsbereiche braucht es faire Rahmenbedingungen

KommR Andrea Gottweis, Obfrau burgenländischer Handel
© WKB/Lexi

Die Covid-19-Krise lässt in Österreich die Zahl der Online-Shopper auf 4,4 Mio. und die Online-Ausgaben auf rd. 8,4 Mrd. Euro ansteigen – so lautet die Bilanz einer vergleichenden Studie zwischen den 27 EU-Staaten durch die Kepler Universität Linz. „Die Corona-Pandemie hat den Trend zum Online-Shopping auch im Burgenland beschleunigt, die komplette Online-Revolution ist dennoch ausgeblieben. Trotz Lockdowns und der strengen Schutzmaßnahmen ist der Einkauf in den Geschäften aber weiterhin dominierend und gilt als die beliebteste Form des Shoppings“, so Spartenobfrau Kommerzialrätin Andrea Gottweis.


Ladengeschäfte bleiben EU-weit dominierender Einkaufskanal 

Der stationäre Einzelhandel ist nach wie vor – trotz Lockdowns – der dominierende Einkaufskanal. So flossen 2020 in Österreich 88,7 Prozent der gesamten Einzelhandelsausgaben in den stationären Handel, während im EU-Schnitt 90,2 Prozent der Ausgaben in den Ladengeschäften erfolgte. „Rund neun von zehn Euro werden im stationären Handel ausgegeben. Dadurch kann man klar erkennen, dass die Menschen das reale Einkaufserlebnis wollen und schätzen“, so Gottweis.  

In Österreich ist die Zahl der Online-Shopper im Corona-Krisenjahr 2020 auf insgesamt 4,4 Mio. Konsumenten angestiegen. Das entspricht 66 Prozent in der Zielgruppe 16-74 Jahre – um 4 Prozent-Punkte mehr als noch im Jahr davor. Bedingt durch die Lockdowns im stationären Einzelhandel, überspringt der Anteil der Online-Ausgaben erstmals die 10 Prozent-Marke und steigt von 9,9 Prozent auf 11,3 Prozent. 

Beachtlich ist der Anstieg in den skandinavischen Ländern. In Finnland hat sich der Internet-Ausgaben-Anteil trotz hohem Ausgangsniveau von 12,9 auf 16,6 Prozent erhöht. Trotz der wenig restriktiven Corona-Maßnahmen stieg der Online-Anteil auch in Schweden von 12,5 auf 15,1 Prozent. 

 

Faire Rahmenbedingungen für alle Kanäle 

„Online-Shopping wird weiter an Bedeutung gewinnen. Es ist jedoch anzunehmen, dass das Einkaufserlebnis im stationären Einzelhandel nach der Öffnung der Gastronomie sowie dem Fall der FFP2-Tragepflicht wieder in den ‚Normalzustand‘ zurückkehren wird“, ist sich Gottweis sicher, weiters „Wir haben noch einen starken stationären Handel, der die Ortsbilder prägt, die Bevölkerung mit seinem reichhaltigen Sortiment versorgt und Arbeitsplätze sichert. Nun braucht es dringend Maßnahmen, um für die lokalen Geschäfte faire Rahmenbedingungen auf nationaler und globaler Ebene zu schaffen.“

Ein Mindestertragssteuersatz von 21 Prozent würde das Ende von Steueroasen bedeuten und für einen fairen Wettbewerb zwischen allen Marktteilnehmern sorgen. Auch die Abschaffung der 22-Euro-Grenze bei der Einfuhrumsatzsteuer, die mit 1. Juni 2021 nun endlich in Kraft tritt, wird für mehr Fair Play sorgen. Weiters braucht es einen strengen Vollzug bei Verstößen von global agierenden Online-Plattformen. Hier müssen sowohl für die Plattformen als auch den Marktplatzhändler die gleichen Grundsätze gelten. So muss zum Beispiel die Sperrung eines Kontos oder das Löschen eines Produktes im Vorfeld von der Plattform kommuniziert und argumentiert werden. Auch der Ausbau von Unterstützungen und Förderungen für Klein- und Mittelbetriebe im Rahmen ihrer Digitalisierungsstrategie ist eine wichtige Maßnahme, um den Betrieb wettbewerbsfähig und zukunftsfit am Markt zu positionieren.


Kommerzialrätin Andrea Gottweis, Obfrau des burgenländischen Handels
© WKB/Lexi Kommerzialrätin Andrea Gottweis, Obfrau des burgenländischen Handels

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