Gaspreis
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Nemeth: Deutsche Gaspreisbremse als Vorbild nehmen

Burgenlands Wirtschaftskammerpräsident Peter Nemeth sieht die geplante Gaspreisbremse in Deutschland als notwendiges Vorbild: „Österreich muss diesem Beispiel folgen, um die Wettbewerbsfähigkeit zu sichern“, erklärt Nemeth. Das Vorgehen Deutschlands bringe die anderen EU-Staaten unter "massiven Zugzwang“.

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Aktualisiert am 22.09.2023

Von Seiten der Wirtschaftskammer drängen wir seit Monaten auf die Entkopplung von Strom- und Gaspreisen auf europäischer Ebene. Der sich abzeichnende deutsche Alleingang beim Thema Gas bringt auch Österreich unter massiven Zugzwang. Es droht ein europäisches Systemversagen. Österreich hängt als Exportnation – u.a. mit seinen Zulieferbetrieben - unmittelbar an Deutschland und muss daher beim Gaspreis nun ebenfalls rasch Schritte setzen.

 

„Angesichts des europäischen Systemversagens muss die Bundesregierung jetzt rasch ein unbürokratisches Lösungsmodell für den Gaspreis vorlegen, um die Wettbewerbsfähigkeit unseres Standorts zu sichern“, sagte Nemeth. Der Vorschlag zur deutschen Gaspreisbremse sieht vor, dass sowohl Unternehmen als auch private Haushalte bis 2024 unterstützt werden sollen. „Die deutsche Gaspreisbremse verzerrt den Markt und deshalb muss in Österreich rasch nachgezogen werden“, hält Nemeth fest. 

 

Das Modell der deutschen Strom- und Gaspreisbremse lehnt sich an das österreichische Modell der Strompreisbremse an – nur für einen breiteren Verbraucherkreis, der auch die Wirtschaft einbezieht. Das deutsche Modell erstreckt sich bis Ende 2024. Österreichs Energiekostenzuschuss ist zeitlich stark begrenzt.