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Nein zu Pfand auf Plastikflaschen

Die diskutierte Pfandpflicht für Einweg-Kunststoffflaschen ist teuer, bürokratisch und wäre für viele kleine burgenländische Nahversorger der Todesstoß. Dass es anders geht, beweist das Burgenland mit seiner Recyclingquote von über 90 Prozent – ohne Pfand. „Die Sinnhaftigkeit des Plans mit Pfand gegen Plastikabfälle zu kämpfen ist daher fragwürdig“, meint Josef Jagenbrein, Obmann des burgenländischen Lebensmittelhandels.

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© © Noel Hendrickson/Blend Images/Corbis

Bis zum Jahr 2029 sind die EU-Mitgliedsstaaten verpflichtet, eine Sammelquote von 90 Prozent für Getränkeflaschen zu erreichen. Aktuell liegt dieser Wert in Österreich bei 70 Prozent. Um ihn zu steigern, wird aktuell ein Pfandsystem für Einweg-Kunststoff-Flaschen ins Spiel gebracht. Das Burgenland erzielt bereits jetzt ohne Pfand über 90 Prozent Recyclingquote und belegt damit österreichweit Platz 1. Das Problem liegt darin, dass Gesamtösterreich nur auf 70 Prozent Sammelquote kommt, in Wien werden gar nur 34 Prozent der Kunststoff-Getränkeflaschen recycelt.

„Ein bundesweites System ist ein falscher Ansatz. Jene Bundesländer bei denen die Quoten längst über dem EU-Ziel für 2029 liegen, brauchen keine Experimente. Wir brauchen kein, teures Pfandsystem, sondern föderale Lösungen, die gemeinsam zum Ziel führen“, fordert Josef Jagenbrein, Obmann des burgenländischen Lebensmittelhandels.

Todesstoß für kleine Nahversorger

„Ein Pfandsystem, das der Handel abzuwickeln hätte, würde vor allem für kleine Händler eine kaum machbare Belastung bedeuten“, warnt Jagenbrein. Schon jetzt ist die Situation der kleinen Lebensmittelhändler sehr schwierig. Eine Pfand-Einführung würde zu spürbaren Verlusten führen. „Für viele kleine Nahversorger wäre das über kurz oder lang der Todesstoß“, so Jagenbrein, dass den Kleinen auch eine Ausnahme von der Rücknahmepflicht nichts brächte: „Das würde nur zu einem Verlust von Kunden führen, denn der Konsument kauft dort ein, wo er das Pfand einlösen kann.“

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