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Menschen brauchen Perspektiven

Härtefall-Fonds Phase II
© WKB/Mädl
Anfang der Woche startete die Phase II der Beantragung von Geldern aus dem Härtefall-Fonds, der als Soforthilfe von der Bundesregierung für Ein-Personen-, Kleinstunternehmen und andere Selbstständige eingerichtet wurde. Die Abwicklung übernimmt wieder die Wirtschaftskammer im Auftrag des Finanzministeriums. Es ist gut und richtig, dass unsere Unternehmerinnen und Unternehmer sowie alle anderen selbstständig Tätigen damit Unterstützung der Lebensunterhaltskosten für die nächsten drei Monate erhalten.

Aber natürlich muss auch die Kritik hinsichtlich Beantragung und Treffsicherheit ernst genommen werden. Schon in der ersten Phase des Härtefall-Fonds haben wir die Sorgen und Nöte der Unternehmerinnen und Unternehmer der Regierung rückgemeldet. Dadurch konnte der Bezieherkreis bereits deutlich ausgeweitet werden – etwa durch den Wegfall der Einkommens-Unter- und Ober-Grenzen sowie die Einbeziehung jener Unternehmen, die in den ersten Monaten 2020 gegründet wurden. Jetzt bekommen wir positive Signale von der Bundesregierung, dass wir auf Basis unserer eingebrachten Erfahrung, zusätzliche Verbesserungen durchsetzen können und damit noch mehr Selbstständige von den Hilfsmaßnahmen profitieren werden.

Nach dem schrittweisen Öffnen der Geschäfte in der Vorwoche, ist es jetzt aber auch wichtig, den Menschen weitere Perspektiven zu eröffnen. Selbstverständlich ist es nicht zielführend, sofort alle Beschränkungen aufzuheben, weil das Risiko einer neuerlich ansteigenden Infektionsrate zu hoch wäre. Aber Schritt für Schritt zu einer neuen Normalität zu kommen, mit der Erweiterung auf den Dienstleistungsbereich und schließlich auf die Gastronomie und Hotellerie, das ist sinnvoll.

In dieser herausfordernden Zeit wird vielen erst klar, welch ursächliche Funktion die oft in politischen oder gesellschaftlichen Debatten wenig beachtete Wirtschaft erfüllt: Ohne funktionierende, steuerzahlende und arbeitsplatzschaffende Unternehmen läuft auf lange Sicht gar nichts: kein öffentlicher Haushalt, kein AMS, keine Bildung, nicht einmal die Intensivbetten in den Spitäler. Deshalb ist es auch so wichtig, das Wirtschaftssystem schnell wieder in Gang zu bringen