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Leichte Frühlingsbrise für Gewerbe und Handwerk im Burgenland

Konjunkturbeobachtung

Die Umsätze ziehen gegenüber den letzten Jahren wieder an, wenn auch weniger als in Gesamtösterreich.

Bau
© WKB

Im Vorjahr stiegen die nominellen Umsätze der Gewerbe- und Handwerksbetriebe im Burgenland um 1,2 Prozent, im Jahr davor war sogar ein leichter Rückgang zu spüren. „Branchen, die vom Aufwind profitieren, sind vor allem die Bereiche Holz/Kunststoff sowie die Dachdecker, Tapezierer, das Bauhilfsgewerbe, der Holzbau, die Gärtner und das Chemische Gewerbe. Diese Branchen sind es auch, die für das 2. Quartal optimistisch sind“, erklärt Mag. Doris Granabetter, MA, die Geschäftsführerin der Sparte Gewerbe und Handwerk. Im Burgenland gehören mehr als 10.700 Unternehmen zu dieser Sparte.

 

Hohe Erwartungen

Trotz aller Probleme gehen die burgenländischen Gewerbe- und Handwerksbetriebe mit Optimismus in die Zukunft. 32 Prozent der Unternehmer geben an, dass sie steigende Auftragseingänge und Umsätze erwarten (2016 waren es nur 24 Prozent). Nur 9 Prozent erwarten in naher Zukunft Rückgänge (2016 waren es 11 Prozent).

 

Anlass zu Optimismus für den Wirtschaftsstandort geben auch die Angaben über geplante Personaleinstellungen. 29 Prozent der Betriebe planen Neueinstellungen, nur 3 Prozent wollen den Mitarbeiterstand reduzieren. Erfreulich ist, dass 47 Prozent der Betriebe für 2018 Investitionen planen.

 

Dauerbrenner Fachkräftemangel

Ein Problem, das den Unternehmern unter den Nägeln brennt, ist der Fachkräftemangel.

40 Prozent der Betriebe geben an, davon betroffen zu sein. Hand in Hand damit geht der Lehrlingsmangel. 11 Prozent der Betriebe sind davon betroffen. Tendenz steigend.

Problembereiche 2018: Anteil der Betriebe in Prozent nach Problembereichen

Problembereich 2011 2012 2013 2014 2015 2016 2017 2018
Fachkräftemangel 24 22 18 21 19 15 29 40
Lehrlingsmangel 4 4 6 5 3 6 7 11

Quelle: KMU Forschung Austria

„Wir steuern hier schon seit Jahren mit verschiedenen Maßnahmen dagegen“, berichtet Spartenobmann Ing. DI(FH) Gerhard Köppel Mit dem „Tag der Lehre“ sowie den Veranstaltungen „Profis am Werk“ und den Sommercamps „Profis von morgen“ wurden Initiativen für den Berufsnachwuchs gesetzt.

„Mit Erfolg setzen wir seit Jahren auf die Lehrlingsberatung in den Schulen“, so Gerhard Köppel, der als Innungsmeister auch die Baubranche vertritt. Der Kontakt zu Schulen, Eltern und Jugendlichen sowie den Lehrern ist sehr intensiv. Die Wirtschaftskammer bietet darüber hinaus auch Berufseignungs- und Lehrlingstests an. „Der Fachkräftemangel macht uns ernsthafte Sorgen. Wir möchten seitens der Sparte Gewerbe und Handwerk neue Ideen und Konzepte entwickeln, um dem Trend wirksam gegenzusteuern“, so Köppel.

Das burgenländische Gewerbe und Handwerk ist mit mehr als 1.100 Lehrlingen der größte Lehrlingsausbilder, gefolgt vom Handel mit mehr als 300 Lehrplätzen und den burgenländischen Industriebetrieben mit mehr als 200 Lehrlingen. Besonders beliebt im Gewerbe und Handwerk sind die Ausbildungen im Bereich Metalltechnik, Kraftfahrzeugtechnik, Installations- und Gebäudetechnik, Elektrotechnik und die Lehrberufe am Bau.

68 Prozent aller Gründungen entfielen im Vorjahr auf den Bereich Gewerbe und Handwerk, vornehmlich im Bereich Personenberatung und –betreuung, persönliche und gewerbliche Dienstleister sowie Fußpfleger, Kosmetiker und Masseure.

 

Erhöhter Preisdruck

„Die Gewerbe- und Handwerksbetriebe sind im Burgenland erhöhtem Preisdruck ausgesetzt“, weiß Spartenobmann-Stellvertreter Landesinnungsmeister Anton Putz. Dies zeigt auch die Umfrage der KMU Forschung Austria.

68 Prozent der Betriebe beklagen die verschärfte Preiskonkurrenz in ihrer Geschäftstätigkeit. Dieser Wert ist geringer als in den Jahren davor, allerdings pendelt er sich auf hohem Niveau ein. Scheinfirmen, der Pfusch und ausländische Anbieter, die gegen das Lohn- und Sozialdumpinggesetz verstoßen, setzen dem Preisgefüge in der Ostregion stark zu.

Bei den Steinmetzbetrieben sind es sogar 85 Prozent, die angeben, unter Preisdruck zu stehen. Für die Zukunft sind sie daher auch eher pessimistisch, wenn auch 7 von 10 befragten Unternehmer keine Veränderung erwarten, so rechnen doch 13 Prozent mit Rückgängen. Keiner der Unternehmen beabsichtigt aber den Mitarbeiterstand zu verringern.

Problematisch sind in diesem Bereich die Haftungsfragen bei nicht sachgemäß gefertigten Grabsteinen ausländischer Unternehmen zu sehen. „Die österreichischen Steinmetze sind im Grabmal- und Friedhofsbereich bestens ausgebildete Handwerker. Der Steinmetzbetrieb ist verpflichtet, Grabsteine lt. ÖNORM B 3113 auszuführen und standsicher aufzustellen. Qualität zählt“, erklärt Anton Putz.

Infos: wko.at/bgld/gewerbe 

WKÖ
© WKB Spartenobmann DI(FH) Gerhard Köppel, Spartengeschäftsführerin Mag. Doris Granabetter, MA und Spartenobmann-Stellvertreter Anton Putz

 

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