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Gewiefte Geschäftemacher bauen Datenschutzfalle auf

Die kommende Datenschutzgrundverordnung (DSGVO) treibt seltsame Blüten.

Gewiefte Zeitgenossen entdecken in Verunsicherung ein Geschäftsmodell. Die Wirtschaftskammer Burgenland bekämpft dieses Raubrittertum.
Vertrag
© WKB

Ein bekanntes burgenländisches Lokal wirbt, wie tausende andere Unternehmer auch, per Newsletter und Aussendungen für seine Spezialitätenwochen und ähnliches.  

Dieser Tage bekam der Unternehmer aus dem Bezirk Eisenstadt ein Schreiben eines Kunden, der ihn darauf aufmerksam machte, dass dieser Newsletter ohne seine Zustimmung zugesandt wurde. Gleichzeitig forderte er – quasi als Entschädigung – 300 Euro vom überraschten Unternehmer. Andernfalls würde er die Angelegenheit gemäß DSGVO zu Anzeige bringen und dann fiele die Strafe deutlich höher aus, drohte der „Raubritter“.  

Als Begründung gab er an, dass er auf der § 7 ECG-Liste, der sogenannten Robinsonliste, stehe. Die Eintragung in die sogenannte Robinson-Liste bewirkt, dass an Konsumenten oder Unternehmen die das wünschen, kein persönlich adressiertes Werbematerial mehr versandt oder verteilt wird. 

Der unbescholtene Unternehmer wandte sich an die Wirtschaftskammer Burgenland. „Aus den Unterlagen ist klar ersichtlich, dass dieser ‚Gast‘ schon mehrmals den Newsletter des Lokals zugesandt bekam und nicht reklamierte“, erklärt Franz Perner, Geschäftsführer der Sparte Tourismus und Freizeitwirtschaft.  Obendrein habe der Gast dem Wirten die mündliche Zustimmung für die Zusendung des Newsletters gegeben und ihm sogar eine Visitenkarte überlassen.  

In der Wirtschaftskammer will man dagegen vorgehen: „Solche und ähnliche Methoden scheinen Vorboten auf die kommende Datenschutzverordnung zu sein. Unseriöse Personen entwickeln Geschäftsmodelle mit denen sie versuchen Unternehmer einzuschüchtern und von ihnen Geld zu lukrieren“, erklärt WK-Präsident Peter Nemeth.

Und Nemeth kündigt Konsequenzen an: „Wir von der Wirtschaftskammer Burgenland werden das nicht zu lassen, jeden einzelnen Fall aus genaueste prüfen und unseren Unternehmern helfen, damit sie hier nicht in die Datenschutzfalle tappen.“ 

Betroffene Unternehmer können sie direkt an die Wirtschaftskammer Burgenland wenden: Telefon +43 5 90 907-2000 oder wkbgld@wkbgld.at

Tourismus
© WKB Spartengeschäftsführer Ing. Franz Perner


 

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