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Ernte 2019 leicht unter dem Durchschnitt

Erntebilanz 2019

Die Ernte ist im Burgenland weitgehend abgeschlossen. Diese begann heuer am 23. Juni und damit vergleichsweise spät. Laut den aktuellsten Prognosen wird die Getreideernte 2019 leicht unterdurchschnittlichen ausfallen.

© WKB

Die Getreideflächen sind gegenüber 2018 um zwei Prozent auf 152.500 Hektar (Fläche Burgenland: 396.500 Hektar) gesunken. Die Flächen werden zu rund 65 % konventionell und zu 35 % biologisch bewirtschaftet. Die Flächengewinner sind Soja mit einem Plus von 12 % und der Mais mit einem Plus von 3 %. Sojabohnen sind mit einer Gesamtfläche von rund 23.500 Hektar im Burgenland die wichtigste Bio-Kultur aber auch die Nummer Zwei im konventionellen Bereich, dort weist nur der Winterweizen mehr Fläche auf.

„Als Agrarhändler ist es unser Ziel, die Erträge und Einkommen unserer heimischen Landwirte zu sichern. Fast keine andere Berufsgruppe hat in den letzten Jahren so weitreichende Veränderungen in Wirtschaft, Technik und Gesellschaft miterlebt wie die Landwirtschaft“, erklärt Hannes Mosonyi, Obmann des burgenländischen Agrarhandels, anlässlich der Präsentation der Erntebilanz 2019.

In der konventionellen Getreideernte liefern Winterweizen mit 126.000 Tonnen, Wintergerste mit 27.500 Tonnen und Roggen mit 12.000 Tonnen die höchsten Mengen der rund 191.000 Tonnen konventionellen Gesamtproduktion. Somit ergibt sich im Bereich der Produktion ein Verhältnis von rund 72 % konventionell zu 28 % Bio-Produktion.

 „Wir gehen im Burgenland den Weg hin zum Bioland Nummer 1 und damit zur Biovorzeigeregion. Der Getreidesektor und der damit verbundene Getreidehandel ist dabei ein wichtiger Faktor. Ist das Burgenland doch das Bio-Ackerbau-Bundesland Österreichs. Besonders erfreulich ist die hohe Qualität der heurigen Ernte“, so Landesrätin Astrid Eisenkopf.

 

Getreide und Ölsaaten – Top Exportgut

Getreide und Ölsaaten belegen den Platz 3 der Top Exportgüter des Burgenlandes. Das Burgenland exportierte im Jahr 2018 Getreide und Ölsaaten im Wert von rund 192 Millionen Euro, damit rund 8,3 % der gesamten Exportleistung des Burgenlandes.

Matthias Grün vom Bio-Landgut Esterhazy erläutert, dass aufgrund der deutlichen klimatischen Veränderung der Auswahl von standortangepassten Kulturen und des günstigsten Anbauzeitpunkts immer mehr Bedeutung zukommt. „Damit einhergehend steigt die Vielfalt der angebauten Feldfrüchte sowie der daraus veredelten Produkte. Regionale Herkunft und höchste Bio-Qualität sind die wichtigsten Faktoren für eine erfolgreiche Vermarktung“, so Grün

Österreichweit herrscht laut aktuellen Zahlen der Agrarmarkt Austria (AMA) ein deutlicher Importbedarf: Einer Produktion von 5,1 Millionen Tonnen steht ein Verbrauch von 5,9 Millionen Tonnen gegenüber. Sowohl der Verbrauch als auch die Produktion steigen tendenziell. Die Versorgungsbilanz der EU weist jedoch ein konträres Bild auf, hier übersteigt die Produktion mit 311 Millionen Tonnen den Verbrauch von rund 289 Millionen Tonnen. Dadurch können die Lagerbestände der EU ausgebaut werden. Weltweit überstieg der Getreide-Verbrauch die Produktion erstmals im Jahr 2017. Dies bedeutet, dass aktuell weltweit mehr Getreide verbraucht als produziert wird. Für 2019/2020 geht man weltweit von einem Verbrauch von 2.187 Millionen Tonnen aus, dem eine Produktion von 2.156 Millionen Tonnen gegenübersteht. Der Mehrbedarf kann aktuell aber noch aus Lagerbeständen kompensiert werden.

Der Agrarhandel versucht, die Risiken zu minimieren, so Obmann Mosonyi: „Stark schwankende Preise bringen rasche Änderungen der Warenströme mit sich und machen eine optimale Vermarktung und verkehrsträgerübergreifende Logistik notwendig. Der burgenländische Agrarhandel stellt sich diesen Herausforderungen und unterstützt die Landwirtschaft und die Verarbeiter dabei, Risiken zu minimieren und Potenziale bestmöglich zu nutzen.“

 "Die Ausweitung der Bio-Flächen und der Bioproduktion machen es notwendig, die Bio-Getreide-Exporte weiter zu erhöhen und neue Absatzmärkte und Absatzländer zu erschließen. Wir hoffen auf ähnlich steigende Absätze in Deutschland, Frankreich und der Schweiz, wie wir sie bereits in Österreich vorfinden,“ so Martin Pinczker vom Unternehmen  Bioprodukte Pinczker abschließend.

© WKB Martin Pinczker, Bioprodukte Pinczker GmbH, Agrarlandesrätin Astrid Eisenkopf, Direktor Matthias Grün, Pannatura GmbH und Hannes Mosonyi, Obmann Landesgremium Agrarhandel


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