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Einkauf nur mehr im Internet?

Nein, aber …

Die Zeiten ändern sich – auch im Handel. Krieg, Corona-Nachwehen, der Handel pendelt sich auf dem Niveau von 2019 ein, Onlinehandel machte einen Sprung – stagniert nun aber.

© WKB

Nimmt man die Zahlen der vergangenen Jahre her, dann kann man deutlich ablesen, wie turbulent es im Handel zugeht. Ein Beispiel: Im Bereich Bekleidung fehlen im Vergleich zum Jahr 2019, über 21 % des Umsatzes, um das damalige Niveau zu erreichen. Bei Schuhen sind es gar über 28 %. Der Vergleich des ersten Quartals 2022 mit dem ersten Quartal 2021 bringt aber einen Hoffnungsschimmer: Die Umsätze sind im Vergleich zu diesem Niveau wieder im zweistelligen Prozentbereich angestiegen.

Im Plus steht die Beschäftigungsentwicklung im burgenländischen Handel. Im Vergleich 2019/2022 gibt es bei der Beschäftigung ein Plus von 4,2 %, im Vergleich der Beschäftigten von 21/22 ist man mit 3,5 % im Plus. Dazu Spartenobfrau Andrea Gottweis: „Der Handel verzeichnet zwar kontinuierlich ein Beschäftigungsplus, dennoch gestaltet sich die Suche nach Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern immer schwieriger.“

 

Online in Österreich entwickelt sich gegen den EU-Trend

„Gaben im Jahr 2020 noch 66 % der Österreicher an online einzukaufen, so sind das heuer nur mehr 63 %“, erklärt Spartengeschäftsführer Thomas Jestl. Auch bei den Ausgaben im Online-Bereich stagnieren die Zahlen, Jestl: „Die Ausgabe im Onlinebereich betrugen österreichweit gegenüber dem Vorjahr nur 11,5 % und sind somit nur um 0,2 % gestiegen. Im Burgenland sind sie sogar wieder von 12 % auf 11,8 % gesunken.

78 % der Burgenländer nutzen das Internet (fast) täglich. Gegenüber 2020 zeigt sich somit ein weiterer Anstieg der Internet-Nutzer von rund +6 %. Social-Media verliert jedoch – nach einem Anstieg im ersten Pandemie-Jahr – wieder leicht an Bedeutung. Der Anteil der Burgenländer, die Social-Media-Kanäle verwenden, verringert sich von 55 % (2020) auf 51 % (2021).


Weniger Online-Shopper

„Auffallend ist dabei das der Prozentsatz jener Burgenländer, die auch im Internet einkaufen, gesunken ist“, so Jestl.  Die Online-Dynamik bremst sich im zweiten Pandemie-Jahr ein und führt im Burgenland zu einer rückläufigen Online-Shopping-Durchdringung. Haben 2020 noch 64 % der Konsumenten online eingekauft, bestellen 2021 „nur“ mehr 58 % Einzelhandelswaren via Internet. Die Zahl der Online-Shopper sinkt um rund 8 %.

 

6 von 10 Euro fließen zu internationalen Internet-Händlern

Trotz rückläufiger Zahl an Online-Shopper (-8 %) steigen die Online-Ausgaben 2021 in absoluten Zahlen in Summe geringfügig an. Gegenüber dem ersten Corona-Jahr zeigt sich ein Ausgabenwachstum von rund € 252 Mio. (2020) auf rd. € 255 Mio. (2021). „Ungefähr 6 von 10 Euro fließen dabei zu internationalen Internet-Händlern“, weiß Jestl.  Zurückzuführen ist der sinkende Online - Anteil 2021 darauf, dass die Ausgaben im stationären Einzelhandel mit +4 % stärker als im Internet-Einzelhandel (+1 %) angestiegen sind. Das weist auf eine gewisse Pendelbewegung im Konsumverhalten zurück zum Einkauf in Ladengeschäften hin. 

 

Stationärer Handel dominiert weiterhin

„Unsere aktuellen Studien zeigen, dass Online-Shopping coronabedingt zwar einen Sprung gemacht hat, im Burgenland nun aber wieder zurück geht. Das bedeutet, dass der stationäre Einzelhandel der dominierende Einkaufskanal ist und bleibt. Es zeigt sich, dass auf lange Sicht beide Kanäle – und natürlich auch Hybrid-Formen wie Click & Collect - bestehen werden“, stellt Spartenobfrau Gottweis zusammenfassend fest.

 

Obfrau KommR Andrea Gottweis fasst die Fakten zusammen, die mitspielen müssen, um den lokalen Handel am Laufen zu halten, Gottweis: „Ganz oben steht, dass es klare Richtlinien zwischen Marktplatzhändlern und Plattformbetreibern geben muss. Hier braucht es faire Rahmenbedingungen und Wettbewerbsgleichheit.“ Weiters braucht es eine leichte Erreichbarkeit und eine Attraktivität des öffentlichen Raumes. Außerdem darf die Situation nicht durch extreme Energiekosten eskalieren.


© WKB Spartengeschäftsführer Thomas Jestl und Spartenobfrau KommR Andrea Gottweis

 

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