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Digitale Reifeprüfung für die heimischen Banken

Die burgenländische Bankenwirtschaft steht wie viele andere Branchen vor großen Herausforderungen. Die Themen „Steigende Risikokosten“, „Neue Anlagemöglichkeiten“ und „Digitale Kriminalität“ stehen im Mittelpunkt der derzeitigen Agenden.

Vizepräsident KommR Rudolf Könighofer und Spartenobmann-Stv. KommR Gerhard Nyul (v.l.)
© WKB

„Ein großes Risiko für die Bankbranche im 2. Halbjahr 2021 und im Folgejahr ist der erwartete Anstieg von Unternehmenspleiten“, erklärte Spartenobmann-Stv. KommR Gerhard Nyul. 2020 waren die Firmeninsolvenzen um 40 Prozent weniger als im Jahr zuvor, obwohl die Wirtschaftsleistung um rund sieben Prozent zurückgegangen ist. Die Corona-Staatshilfen waren richtig und wichtig und haben viele Unternehmen vor der Pleite bewahrt. Die Unterstützungen laufen nun nacheinander aus. Das kann dazu führen, dass einige Betriebe Schwierigkeiten bekommen und ihre Kredite nicht mehr bedienen können. „Die neue Normalität wird nun aber zeigen, wie viele Unternehmen, die bereits vor der Pandemie in wirtschaftlicher Schieflage waren, in Insolvenz gehen werden“, so Nyul. Veränderungen auf dem Arbeitsmarkt, Probleme mit den Lieferketten und deutlich höhere Rohstoff- und Energiepreise tragen ihres dazu bei. 

Deswegen ist es wichtig, dass Unternehmer frühzeitig mit ihrer Bank ihre Situation besprechen und gemeinsam Lösungen dafür erarbeiten. 

 

Kriminalität: Niemals Bankdaten weitergeben!

Kunden wickeln ihren Zahlungsverkehr mittels Online-Banking ab und legen Online-Sparpläne an. Ebenso ist der Onlinehandel mit Wertpapieren mittlerweile zum Standard geworden. Das Kundenverhalten hat sich stark verändert und wurde durch die Pandemie verstärkt. Dies bedeutet, dass wir Dienstleistungen und Produkte über alle verfügbaren Kanäle – das sind Filialen, Telefon- und Videoberatung und Internet - anbieten. 

„Die Pandemie war für die Banken die ‚digitale Reifeprüfung‘. Wir mussten kurzfristig die Mitarbeiter auf Home-Office umstellen und gleichzeitig den Filialbetrieb zur Bargeldversorgung aufrecht halten,“ so Nyul. 

Ein leidiger Punkt beim Thema Digitalisierung ist die zunehmende Kriminalität im Internet. Die Zahl der Internetnutzer steigt stetig und im Zuge der wachsenden Popularität von Online-Banking hat sich der Diebstahl von Online-Banking-Daten zu einer der weit verbreitetsten Formen der Kriminalität entwickelt. Neben den Zugangscodes für Bankkonten haben es Cyberkriminelle auch auf die Nummern von Kredit- und anderen Zahlungskarten abgesehen. Es kommt immer wieder vor, dass sogenannte Phishing-Mails versendet werden. Das sind E-Mails, die so ausschauen, als ob sie von der Bank versendet worden wären. Darin wird man aufgefordert, seine Zugangsdaten bekannt zu geben. „Die burgenländischen Banken warnen davor Zugangsdaten beziehungsweise Passwörter bekanntzugeben oder auf Phishing-Mails zu antworten. Die Banken versenden solche Mails nicht!“ mahnt Vizepräsident KommR Rudolf Könighofer. 

 

Bürokratie und Regulatorik erschweren die Arbeit

Seit der Finanzkrise konnten Banken ihre Eigenmittel mehr als verdoppeln. Das macht sie in dieser Krise widerstandsfähiger. Seit 30. Juni 2021 gelten die EBA-Leitlinien für die Kreditvergabe und Überwachung, die den Banken zusätzlichen Aufwand verursachen. In dieser Leitlinie steht beispielsweise, wie man Kredite vergeben, beobachten und die Bonität der Kunden bewerten muss. Weiters werden die Themen Nachhaltigkeit und die Bekämpfung des Klimawandels dominierend sein. Dazu hat die Politik die Banken sehr stark in die Verantwortung genommen. „Die dazu erlassene Regulatorik im Bankenbereich möchte zwar eine gut gemeinte Wirkung erzielen, artet aber meist in Umfang, Komplexität und Bürokratiekosten massiv aus“, weiß Könighofer. 

 

Weltspartag 2021 wird „ausgedehnt“ 

An dieser Tradition halten die burgenländischen Banken gerne fest. Pandemiebedingt haben die Banken den Weltspartag auf die Weltspartage 27. bis 29. Oktober 2021 ausgedehnt. Ein kleines Dankeschön wartet auf jeden Besucher.


Vizepräsident KommR Rudolf Könighofer und Spartenobmann-Stv. KommR Gerhard Nyul (v.l.) zogen anlässlich des bevorstehenden Weltspartags Bilanz
© WKB Vizepräsident KommR Rudolf Könighofer und Spartenobmann-Stv. KommR Gerhard Nyul (v.l.) zogen anlässlich des bevorstehenden Weltspartags Bilanz

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