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Die Zukunft des Markthandels

Jahrmärkte, Kirtage – Jeder hat Erinnerungen an seine Kindheit als Märkte noch zum Höhepunkt im Jahreskreislauf gehörten. Aber, sind Märkte in Zeiten des Online-Handels noch zeitgemäß? Das Gremium des burgenländischen Markthandels hat die Erfolgsfaktoren der Märkte analysiert und nun einen Leitfaden für Marktveranstalter herausgegeben.

Markthandel
© WKB Bürgermeister LAbg. Georg Rosner, Obmann-Stellvertreterin Melanie Eckhardt, MSc, und Ing. Walter Rathmanner, Obmann des burgenländischen Markthandels

Im Burgenland gibt es alljährlich 203 Märkte und 128 Marktfahrer. „Schon allein diese Zahlen zeigen, dass die Märkte im Burgenland nach wie vor sehr beliebt sind. Sie sind ein Fixpunkt im Jahreskreislauf“, weiß Ing. Walter Rathmanner, der Obmann des burgenländischen Markthandels. „Wir erleben es tagtäglich, wenn wir mit unseren Kunden sprechen. Es gibt etliche, die den Kauf aufschieben, bis wieder Markttag ist. Und es sind nicht nur die älteren Herrschaften, die über keinen Internetzugang verfügen“, ergänzt der Textilhändler. Jeder kennt die Markttermine in seiner Gegend.

 

„Gerade diese Traditionsorientierung ist es auch, die einen Teil des Erfolgsgeheimnisses der heimsichen Märkte ausmacht“, so Melanie Eckhardt, MSc, die die burgenländischen Märkte im Rahmen ihrer Masterarbeit am WIFI Burgenland ins Visier genommen hat. „Zu den Märkten gehört auch, dass sie Treffpunkte sind und Möglichkeiten für die Kommunikation bieten. Sie sind ein Bestandteil des sozialen Lebens. Jeder Markt hat auch seine Eigenheiten, sein spezielles Angebot und bietet Erlebniseinkauf“, so Eckhardt, die in Mattersburg Bürsten erzeugt. Ihr Angebot ist sowohl online als auch offline erhältlich.

„Es heißt nicht entweder oder. Als Unternehmerin ist es mir ein Anliegen, meine Produkte über verschiedene Vertriebskanäle anzubieten, nur so kann man erfolgreich sein“, so die Unternehmerin, die auch Bezirksvorsitzende von Frau in der Wirtschaft Mattersburg ist.

 

Ein wichtiger Faktor ist die Bewerbung der Veranstaltungen. „Wenn auch die Markttermine landläufig in den Ortschaften bekannt sind, so werden durch die Bewerbung in den sozialen Medien neue, jüngere Zielgruppen angesprochen“, ergänzt Eckhardt, die ihre Marktteilnahme auch via Facebook ankündigt und damit viele positive Rückmeldungen erhält.  

 

 

Marktpartner Gemeinde

Erfolgsfaktoren für Märkte sind nicht nur die Händler, der Terminkalender und das Wetter, sondern auch die Gemeinden. Sie tragen wesentlich zum Erfolg bei.
Vier wichtige Faktoren fasst Eckhardt zusammen:

  • das Marktgebiet, die Kennzeichnung, die Parkmöglichkeiten sowie die Einbindung der örtlichen Wirtschaft,
  • die Markttage und Marktzeiten,
  • den Branchenmix und das Warenangebot sowie
  • die Marktbeschicker selbst, die durch kompetente Beratung wesentlich zum Erfolg beitragen.

 

Gerade die Gemeinden profitieren vom Marktgeschehen „Märkte sind ein wichtiger Faktor, wenn es um die Belebung der Stadtzentren geht, so auch in Oberwart“, ergänzt Bürgermeister LAbg. Georg Rosner. „Märkte haben neben der sozialen und kulturellen natürlich auch eine wirtschaftliche Funktion. Sie beleben die Wirtschaft, schaffen Arbeitsplätze und binden Kaufkraft“, so Rosner.

 

Zahl der Marktfahrer im Burgenland überdurchschnittlich gestiegen

Im Burgenland gab es im Jahr 2010 113 Marktfahrer, mit 31.12.2017 waren es bereits 128, eine Zahl, die sich seit Jahren konstant hält. Mit einer Steigerung von 13,3 Prozent im Zeitraum von 2010 bis 2017 liegt das Burgenland sogar über dem österreichweiten Durchschnitt von 10,4 Prozent. Auf burgenländischen Märkten werden rund 6,4 Millionen Euro pro Jahr umgesetzt, die Wertschöpfung liegt bei 1,4 Millionen Euro.

Infos: wko.at/bgld/markthandel

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© WKB © WKB Bürgermeister LAbg. Georg Rosner, Obmann-Stellvertreterin Melanie Eckhardt, MSc, und Ing. Walter Rathmanner, Obmann des burgenländischen Markthandels


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