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Chancen nutzen: Das Burgenland wird vom europäischen Aufbauprogramm profitieren.

Kaum eine andere Region in Europa hat so von der europäischen Einigung profitiert wie das Burgenland. Die finanzielle Unterstützung war wesentlich für die Weiterentwicklung des Landes und wird auch in Zukunft benötigt. „Denn gerade jetzt stehen wir vor großen Herausforderungen. Unsere wirtschaftliche Entwicklung und Wettbewerbsfähigkeit hängen auch in Zukunft davon ab, ob wir auch weiterhin diese europäischen Gelder nutzen können“, so WK-Burgenland-Präsident Peter Nemeth in einer gemeinsamen Pressekonferenz mit Europa-Abgeordneten Christian Sagartz, die zugleich auf die Chancen für das Burgenland hinweisen.

© WKB

Das Burgenland hat vom Beitritt Österreichs zur Europäischen Union in besonderem Maße profitiert. Mit insgesamt 2,4 Milliarden Euro an Fördermitteln ist die Europäische Union eine wesentliche Säule für die Entwicklung des Burgenlands in den letzten Jahrzehnten. Die Programme lösten damit seit 1995 mehr als 164.000 Projekte mit Investitionen von insgesamt knapp 5,2 Milliarden Euro aus. „Das alles hat extrem positiv auf die wirtschaftliche Entwicklung des Burgenlands seit 1995 gewirkt: jährlich steigende Exporte, um 20 Prozent mehr Arbeitsplätze, ein höheres Haushaltseinkommen und die burgenländische Kaufkraft über dem Österreich-Durchschnitt zeigen die Erfolge deutlich“, so Nemeth, der betont: „Die Förderungen der Europäischen Union waren und sind - neben der EU-Osterweiterung - der Impulsgeber für unser Land.“

 

Derzeit laufen wir Gefahr, dass dieser Impulsmotor ins Stottern gerät. Nicht weil die europäischen Fördermittel versiegen, sondern weil der Wirtschaftskurs der Landesregierung wenig bis gar keine Impulse liefert. „Im Wesentlichen - auch und gerade durch die Corona-Krise - sind es drei strategische Handlungsfelder, die noch mehr in den Fokus rücken müssen: Digitalisierung, Infrastruktur und Arbeitsmarkt“, betont Nemeth. Diese drei Felder sind in allen drei Regionen des Burgenlandes wesentlich - wenn auch mit inhaltlichen, teilweise regionalspezifischen, Unterschieden.

 

„Anstatt sich aber zu vernetzen, Grenzen abzubauen und offensiv neue wirtschaftsfreundliche Modelle zu entwickeln, spricht man von mehr Regulierung, Abschottung, Enteignung und Verstaatlichung seitens der Landespolitik“, so Nemeth. Das Burgenland ist eine dynamische Region und deswegen seien derartig politische Vorstellungen brandgefährlich.

Für den Standorterfolg oder Standortmisserfolg entscheiden einige wenige Faktoren:

  • die Zahl der innovativen Unternehmen;
  • die Ansiedelung zukunftsorientierter Leitbetriebe im Produktionsbereich;
  • der Facharbeiteranteil;
  • die Anbindung an internationale Verkehrswege;
  • und Planungssicherheit und Verlässlichkeit von politischen Entscheidungen.

Dazu braucht es die Unterstützung der Europäischen Union und deswegen ist es so wichtig für das Burgenland, einen Vertreter im Europa-Parlament zu haben. „Und hier insbesondere jemanden, der dort auch das Thema Wirtschaft und Beschäftigung auf seiner Agenda hat. Damit waren wir in der Vergangenheit ja nicht gerade verwöhnt“, so Nemeth, der weiter ausführt: „Mit Christian Sagartz haben wir im Ausschuss für Beschäftigung und soziale Angelegenheiten eine starke Stimme in Europa.“

 

Europa-Abgeordneter Christian Sagartz: Neues europäisches Budget ist große Chance für unser Burgenland

Demnächst wird der mehrjährige Finanzrahmen für die nächsten sieben Jahre im Europa-Parlament beschlossen, der eine Neuausrichtung vorsieht. Und mit dem 750-Millarden dotierten Aufbauprogramm gegen die Auswirkungen der Covid-Krise mit dem Titel „Next Generation EU“, wird der Schwerpunkt auf Digitalisierung und Klimaschutz gelegt. 

„Gerade jetzt geht es darum, die Chancen, die sich uns bieten zu nutzen und nachhaltige, zukunftsfähige Investitionen zu tätigen“, betont Sagartz, der auf den enormen Aufholbedarf von Breitbandinternet hinweist: „Ein Fünftel der burgenländischen Betriebe ist mit der vorhandenen Internetverbindung sehr unzufrieden, vor allem in den Bezirken Güssing und Jennersdorf.“ Fehlende Infrastruktur bringt ungleiche Chancen für Unternehmen und die gesamte Region. Während Mobilfunknetzte vergleichsweise gut ausgebaut sind, hinkt das Breitbandinternet gravierend hinterher. „Wir liegen im europäischen Schlussfeld. Unsere Nachbarländer Tschechien und Ungarn verfügen über eine höhere Internetgeschwindigkeit“, erklärt Sagartz. Hier sei auch das Land Burgenland gefordert, endlich Initiativen zu ergreifen. Wie wichtig die vorhandene Infrastruktur und auch die Möglichkeit von Home-Office ist, hat nicht erst diese Krise gezeigt. „Jetzt müssen wir die Möglichkeiten und Förderungen, die uns das europäische Aufbauprogramm bietet, umso mehr nutzen“, betont Sagartz.

Christian Sagartz unterstützt die Zielsetzung der Europäischen Kommission, Europa bis 2050 klimaneutral zu machen. „Gerade im Burgenland haben wir im Österreichvergleich den höchsten CO2-Ausschuss pro Kopf, weil viele auf das Auto angewiesen sind“, so Sagartz, der neben dem Ausbau von öffentlichen Verkehrsmitteln, zugleich einen noch stärkeren Fokus auf erneuerbare Energien verlangt. „Das Burgenland kann hier eine Vorreiterrolle in Europa einnehmen. Genauso erfolgreich wie wir bei der Stromerzeugung aus Windkraft sind, müssen wir auch andere erneuerbare Energien nutzen und vorantreiben wie z.B. Photovoltaik“, ist Sagartz überzeugt.


Europa-Abgeordneter Christian Sagartz und WK-Burgenland-Präsident Peter Nemeth
© WKB Europa-Abgeordneter Christian Sagartz und WK-Burgenland-Präsident Peter Nemeth