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Burgenlands Handel schwer getroffen

Großteil der Kosten läuft weiter, Ostergeschäft fehlt, Onlinehandel & Co. kann Krise kaum abfedern

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Österreichweit sind 61 Prozent der Einzelhandelsgeschäfte, davon weit über 4.000 Geschäfte im Burgenland, geschlossen. Folglich ist der Großteil der Branche von starken Umsatzrückgängen betroffen, die bis zum kompletten Umsatzausfall gehen. In vielen umsatzstarken Branchen wie dem Einzelhandel mit Bekleidung, Elektrogeräten, Möbeln sowie dem Einzelhandel mit Bau- und Heimwerkerbedarf ist davon auszugehen, dass im März hohe Umsätze verloren gegangen sind: Pro Branche ist mit einem Wert zwischen 150 und 200 Millionen Euro österreichweit zu rechnen. Besonders stark betroffen von den Geschäftsschließungen sind Branchen wie der Einzelhandel mit Sportartikeln sowie der Einzelhandel mit Spielwaren. In diesen beiden Branchen zählt der März zu einem der umsatzstärksten Monate. Aufgrund des fehlenden Ostergeschäfts (z.B. Sport und Spielwaren) und der fehlenden Touristen werden diese Einkäufe wahrscheinlich nicht nachgeholt werden. 

Sigrid Landauer-Knotek, Obfrau des Handels mit Mode und Freizeitartikeln: „Nur ein Beispiel: Die Frühjahrskollektion liegt im Geschäft und kann nicht verkauft werden, das ist für uns als mittelständische Modehändler eine Katastrophe. Die Ware erleidet in der Zwischenzeit einen massiven Wertverlust und die Herbstkollektion steht dann auch schon vor der Tür. Dabei ist es umso bitterer zu sehen wie die Mischbetriebe währenddessen gute Geschäfte machen dürfen.“ 

Dieses Problem spricht auch Franz Hess, Obmann des Elektro- und Einrichtungsfachhandel, an: „Unser Lebensmittelhandel leistet in der Versorgung Hervorragendes. Das gilt für Ketten ebenso wie für unsere regionalen Nahversorger.“

Zugleich appelliert Hess an die großen Ketten, im Sinne der Fairness im Wettbewerb, nur jene Produkte anzubieten, die unter den Bereich der Grundversorgung fallen: „Wenn zum Beispiel Elektrofachhändler ihre Geschäfte schließen müssen, dann aber Fernseher, Computer, Waschmaschinen und mehr in Supermärkten angeboten werden, dann verzerrt das den Wettbewerb und benachteiligt jene, die per Gesetz denn Rollladen runter lassen müssen“, so Hess.  

Genau in dieselbe Kerbe schlägt Gunter Drexler vom Landesgremium Papier- und Spielwarenhandel: „Der Papier- und Spielwarenfachhandel ist von den Betretungsverboten stark getroffen. Gerade zur Osterzeit floriert unter normalen Umständen das Geschäft gut. Die Kleinen müssen geschlossen halten und die Supermärkte überbieten sich in der Werbung mit Sonderangeboten für Spielwaren und Osterartikel. Diese enormen Einbußen können wir auch mit regionalen Onlineshops, Lieferservice und ähnlichem niemals wettmachen. Dennoch der dringende Apell – nutzen Sie dieses Angebot des burgenländischen Fachhandels und sichern Sie dadurch Arbeitsplätzte in unserem Bundesland!“ 

Die Betriebe tragen die gesetzten Maßnahmen der Bundesregierung im Kampf gegen das Coronavirus mit, auch wenn für viele Unternehmerinnen und Unternehmer die notwendigen Maßnahmen existenzbedrohend sind. Wenig Verständnis gibt es aber dafür, wenn die geöffneten Lebensmittelketten jetzt nicht nur notwendigen Bedarf anbieten, sondern vereinzelt ihr Sortiment sogar noch erweitern. Die Handelsfunktionäre appellieren unisono an die großen Ketten, im Sinne der Fairness im Wettbewerb, nur jene Produkte anzubieten, die unter den Bereich der Grundversorgung fallen.  

Zahlreiche burgenländische Fachhändler nehmen zunehmend telefonische und Online-Bestellung an und liefern die Ware bequem nach Hause. Beim Auffinden der heimischen Händler helfen viele neue regionale Plattformen. Dies hat die WKO für Sie zusammengefasst: https://www.wko.at/site/handeldigital/gemeinsam-durch-die-corona-krise.html

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