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Bauen darf die Gesundheit nicht gefährden

Die burgenländische Bauwirtschaft trägt die Verantwortung für viele private und öffentliche Bauten.

In der Umsetzung gelten viele Normen und Regeln, die von allen eingehalten werden müssen, darauf wird vom Baustoffhandel bis zu den Gewerbe- und Handwerksbetrieben im Burgenland großer Wert gelegt.
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Normen werden von Experten entwickelt und sind insbesondere im Bereich Bauwesen Qualitäts-, Sicherheits- und Prüfkriterien für eine effiziente und sichere Zusammenarbeit zwischen Besteller und Lieferanten. Normen stellen den jeweils aktuellen Stand der Technik in der Wirtschaft dar. Sie dienen insbesondere im Streit- beziehungsweise Haftungsfall als Grundlage vor Gerichten. Insbesondere sicherheitsrelevante Bereiche, wie etwa Arbeits- und Brandschutz, werden durch Standards abgedeckt.

 

Sehr hoher Standard der Bauprodukte
"Egal, um welche Art von Bauwerk es sich handelt, jeder Bauherr erwartet von seinem Objekt Sicherheit und Beständigkeit", resümiert Ing. Werner Adelmann, Obmann des burgenländischen Baustoffhandels. "Aufgrund der geltenden Richtlinien haben wir in unserem Land einen sehr hohen Standard bei Bauprodukten. Bauherren bekommen von uns eine Leistungserklärung, die die Zulassung am österreichischen Markt bescheinigt. In Zeiten von steigenden Rohstoffpreisen spielen nicht nur die Entstehungskosten, sondern auch die Betriebskosten eine wichtige Rolle. Schon in der Planungsphase sollte deshalb die Beratung eines Bauexperten in Anspruch genommen werden", rät Adelmann. Regional gibt es unterschiedliche Anforderungen an Baustoffe, Beispiele dafür sind die Erdbebensicherheit und die Wärmedämmung.

      

Probleme bei Benützungsbewilligung durch nicht zugelassene Baustoffe
"Speziell seit der Ostöffnung kämpfen unsere Mitgliedsbetriebe mit unfairen Wettbewerbsbedingungen und mit unseriösen Angeboten von herüberarbeitenden Firmen", erklärt Spartenobmann Ing. DI (FH) Gerhard Köppel. "In diesen Angeboten sind natürlich auch Materialkosten enthalten, denen Bauprodukte zu Grunde liegen, die nicht den in Österreich geltenden gesetzlichen Bestimmungen entsprechen und preislich daher viel günstiger angeboten werden. Es geht vor allem um die Sicherheit des Konsumenten, denn durch den Einsatz von nicht entsprechend zugelassenen Materialien kann es in schwerwiegenden Fällen zu Gefährdung von Leib und Leben kommen."

 

Der Branchenvertreter berichtet, dass es in weiterer Folge bei der Erteilung der Benützungsbewilligung durch die Behörde zu Problemen kommen kann. Hier gab es in der Vergangenheit immer wieder die Problematik, dass sich die Ausstellung dieser Bestätigung als schwierig herausstellte, weil am Ende des Bauvorhabens nicht mehr klar ersichtlich ist, was wirklich und in welcher Qualität verbaut wurde. Dieser Benützungsbewilligung liegt ein positives Schlussüberprüfungsprotokolls eines Bausachverständigen zu Grunde. Der Bausachverständige ist mit seiner Unterschrift für die bewilligungsgemäße Ausführung des gesamten Bauvorhabens der Baubehörde gegenüber verantwortlich.

 

Köppel: "Oftmals werden die Auswirkungen der Verwendung von nicht zugelassenen Baustoffen, für den Konsumenten erst am Ende eines Bauvorhabens, beim Ansuchen um Erteilung der Benützungsbewilligung durch die Baubehörden, sichtbar, und nicht schon in den zu Baubeginn geführten Verkaufsgesprächen mit unseren Mitgliedsbetrieben." Oftmals sind die unterschiedlichen Kennzeichnungen nicht schlüssig nachvollziehbar. 

"Zur weiteren Erleichterung für den Konsumentenschutz und zur Sicherung unserer heimischen Mitgliedsbetriebe, wäre daher eine Erweiterung der bestehenden Baustoff- und Produktdatenbanken mit klaren Kennzeichnungen, ob der Baustoff in Österreich verbaut werden darf oder nicht, wünschenswert", fordert der Spartenobmann.

 

Zentrale Anlaufstelle: Österreichisches Institut für Bautechnik
Bautechnische Vorschriften dienen dazu sicherzustellen, dass Bauwerke so entworfen und ausgeführt werden, dass sie weder die Sicherheit von Menschen, noch die Umwelt schädigen oder gefährden. Die meisten Bauprodukte müssen deshalb geprüft und gekennzeichnet sein - der größte Teil ist hierbei bereits europäisch geregelt und muss die CE-Kennzeichnung aufweisen sowie über eine Leistungserklärung verfügen. Daneben gibt es aber auch noch eine Reihe von Bauprodukten, die nicht europäisch geregelt sind und in Österreich das nationale ÜA-Zeichen tragen müssen.

Marktüberwachungsbehörde für Bauprodukte in Österreich ist das "Österreichische Institut für Bautechnik" (OIB). "Das OIB ist in allen österreichischen Bundesländern als Marktüberwachungsbehörde tätig und kontrolliert sowohl CE-gekennzeichnete Bauprodukte, als auch Bauprodukte, für die das österreichische ÜA-Zeichen erforderlich ist. Bei der sogenannten aktiven Marktüberwachung wird stichprobenartig kontrolliert. Bei der reaktiven Marktüberwachung wird Anzeigen nachgegangen", erklärt DI Dr. Rainer Mikulits, Geschäftsführer des Österreichischen Instituts für Bautechnik. "Zu diesem Zweck führen Mitarbeiter der Marktüberwachungsbehörde nicht nur in Baumärkten und bei Herstellern von Bauprodukten Kontrollen durch, sondern gegebenenfalls auch auf Baustellen."

Ein eher neues Problemfeld sind Internetbestellungen von Baustoffen. Es ist nicht gewährleistet, dass diese dann den örtlichen Baubestimmungen entsprechen.

 

In den letzten drei Jahren wurden über 500 Bauprodukte von rund 400 Herstellern kontrolliert, in rund 150 Fällen kam es zu Beanstandungen und 30 Verwaltungsverfahren wurden in der Folge abgewickelt. 

Infos: www.derbaustoff-holzhandel.at, http://wko.at/bgld/gewerbe, https://www.oib.or.at/


DI Dr. Rainer Mikulits, Obmann Ing. Werner Adelmann, Ing. DI (FH) Gerhard Köppel
DI Dr. Rainer Mikulits, Obmann Ing. Werner Adelmann, Ing. DI (FH) Gerhard Köppel


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