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23. April 2021: Tag der Brille

Mit Brillengläsern die Viren abwehren

Rechtzeitig zum internationalen Ehrentag der Brille am 23. April schildern die Burgenländischen Augen- und Kontaktlinsenoptiker, wie rasant die Entwicklungen in diesem Bereich fortschreiten. Neu am Markt sind etwa Gläser mit antimikrobieller Beschichtung.
© Carl Zeiss GmbH
Jeder Zweite hat sie auf der Nase und wir lassen sie uns im Durchschnitt 308 Euro kosten: Die Rede ist von der Brille. Seit Ende des 13. Jahrhunderts das erste Exemplar erfunden wurde, ist sie nicht mehr aus unserem Alltag wegzudenken. „Die Geschichte der Brille ist eine Geschichte der technologischen Neuerungen. Und diese setzt sich bis heute fort. Gerade heuer sind, unter anderem auch durch die Pandemie getrieben, besonders spannende Neuentwicklungen zu sehen“, sagt Georg Kettner, Burgenländischer Landesinnungsmeister der Augen- und Kontaktlinsenoptiker.

Zum Tag der Brille am 23. April zeigt die Landesinnung, welche konkreten Innovationen Brillenträgern heuer das gute Sehen erleichtern.

Gläser mit Antivirenbeschichtung: Corona hat unser Gefahrenbewusstsein, was schädliche Mikroben angeht, schlagartig verschärft. Darauf liefert nun auch die Brillenindustrie eine Antwort. Denn Brillen werden besonders oft in die Hand genommen. Auf Gläsern und Fassungen sammeln sich Mikroben an. So haben Forscher der Hochschule Furtwangen im Vorjahr mehr als 5.000 verschiedene Arten von Bakterien auf Brillen entdeckt. Ein namhafter europäischer Hersteller hat nun im April Gläser mit Antivirenbeschichtung aus antimikrobiellem Silber auf den Markt gebracht. Die antivirale und antibakterielle Beschichtung tötet 99,9 Prozent der Viren auf der Oberfläche ab. „Prinzipiell sehen wir Entwicklungen, die die Hygiene fördern, sehr positiv. Natürlich muss man aber auch solche Brillen täglich reinigen – nicht nur, um einen guten Durchblick zu bewahren, sondern auch, um die Fassung sauber zu halten“, sagt Kettner.

Gläser verlangsamen die Zunahme der Kurzsichtigkeit: „Lösungen gegen die ‚Volkskrankheit Kurzsichtigkeit‘ sind einer der größten Innovationstreiber in der Branche“, sagt Kettner. Denn die fortschreitende Myopie bei Kindern ist ein besorgniserregendes Phänomen. So wird erwartet, dass in Europa bis 2050 etwa 56 Prozent der Menschen kurzsichtig sein werden. Weltweit wird fieberhaft an Lösungen gearbeitet. Seit April neu am österreichischen Markt sind nun Brillengläser, die die Fehlsichtigkeit nicht nur korrigieren, sondern auch der zunehmenden Kurzsichtigkeit entgegenwirken. Einer zweijährigen klinischen Studie zufolge verlangsamen sie das Fortschreiten der Myopie bei Kindern im Alter von 8 – 13 Jahren um durchschnittlich 60 Prozent. „Wenn die Kurzsichtigkeit einen Wert von 6 Dioptrien erreicht, kann das schwerwiegende Folgeprobleme im Alter verursachen, wie etwa eineNetzhautablösung oder Makuladegeneration. Aus diesem Grund ist die Entwicklung von Lösungen für kurzsichtige Kinder kein kosmetisches Problem, sondern verhindert noch viel Schlimmeres. Wir begrüßen daher neue Lösungen wie diese“, so Kettner.
„Die Brillenindustrie entwickelt laufend innovative Produkte für die dringenden Probleme rund um das gute und gesunde Sehen“, sagt Kettner. „Wir erwarten, dass sich gerade bei Brillengläsern für den digitalen Alltag in den nächsten Jahren einiges tun wird. Lassen Sie sich von den burgenländischen Augenoptikern und Optometristen über die neuesten Entwicklungen informieren, um die optimale Lösung für Ihre Sehbedürfnisse zu finden. Als Gesundheitsdienstleister sind wir auch in Zeiten von Pandemiebeschränkungen geöffnet.“

Die Brille: Eine Geschichte der Innovationen

  • Vorläufer der Brille war der „Lesestein“: Italienische Mönche im 13. Jahrhundert schufen eine Halbkugel aus Bergkristall und Quarz, die man auf Geschriebenes legen konnte, um es optisch zu vergrößern. (Der Name „Brille“ stammt übrigens von „Beryll“; das war der damals verwendete Bergkristall.)
  • Ende des 13. Jahrhunderts schufen die „Cristalleri“ in den Glashütten von Muran erstmals die sogenannte Nietbrille: Zwei konvexe Linsen, jeweils umfasst von Rahmen, die mit einer Niete verbunden wurden. Allerdings konnte man diese Brille noch nicht am Kopf festmachen und in den Folgejahrhunderten wurden dafür abenteuerliche Methoden entwickelt
  • Die moderne Ohren- oder Schläfenbrille, die nicht mehr herunterrutschen konnte, weil sie am Ohr befestigt war, wurde erst Anfang des 18. Jahrhunderts entwickelt und trat ab 1850 ihren Siegeszug an. Die ersten Exemplare entstanden in London und wurden 1728 in einem Werbeprospekt abgebildet.


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